Narabo - 5 Alltagsdinge für Weisheit und Glück

Meist stecken die größten Dinge nicht dort wo man sie vermutet.

Wenn wir auf der Suche nach Weisheit und Glück sind, dann wohl nicht im Alltäglichen; warum eigentlich nicht? Eine Pflanze, ein Haustier, ein Spaziergang, ein leerer Raum, ein Notizbuch und einige Bücher. Was könnte diese recht unscheinbare Auflistung von Alltagsdingen an Gemeinsamkeiten verbergen? Ganz einfach: dies alles sind großartige Lehrer.

INHALT ÜBERBLICK
  1. Die Weisheit im Alltäglichen
  2. Der Alltag ist voller Geheimnisse
  3. Der beste Lehrer ist die Erfahrung
  4. Auf fünf Wegen zur Achtsamkeit
  5. Pflanzen aufziehen
  6. Mit Haustieren leben
  7. Innerlichkeit an der frischen Luft
  8. Meditation und Stille spüren
  9. Lesen und Notizbuch führen
  1. Wie begegnen wir unserem Alltag?
  2. Hat Weisheit, die durch Sprache ausgedrückt werden kann, eine Grenze?
  3. Welche Weisheit steckt im Leben der Pflanzen und Tiere?
  4. Was können wir von einfachen Dingen lernen, die wir normalerweise ignorieren?
  5. Was können wir durch unsere innere Dimension erfahren und lernen?

Die Weisheit im Alltäglichen

Das Gewohnte wird von uns in aller Regel übersehen, weil wir in dem verhärteten Glauben gefangen sind, dass unsere kostbare Aufmerksamkeit daran ganz verschwendet wird. Jeder von uns kommt jeden einzelnen Tag mit zahllosen Gegenständen und Menschen in Kontakt und erfährt sonach dutzende Situationen, die wir in Summe eigentlich nicht wirklich sehen und nicht wirklich erfahren, sondern nur so beiläufig an uns vorbeiziehen lassen.

So oder so ähnlich könnte eine Definition des Alltäglichen lauten: Alltag nennen wir, was durch sein ständiges Auftreten zu einer nicht weiter beachtenswerten Konstante unserer Lebens degradiert – es ist monoton und kommt immer wieder, es bleibt stets gleich und trägt das Siegel der Vorhersehbarkeit.

Dies nennen wir also unseren Alltag, ein sich wiederholender Tagesablauf, der nichts Neues birgt und aus dem nichts geschöpft werden kann, weil dieser ja keine echten Besonderheiten beinhaltet. Aber das ist mit Verlaub gesagt schlicht Kokolores.

Der Alltag ist voller Geheimnisse

Man kann immer etwas lernen und Neues entdecken, denn Lernen und Entdecken als Fähigkeiten des Menschen hängen nur von der Aufmerksamkeit und der eigenen Beobachtungsgabe ab. Wenn man äußerst klar auf seinen routinemäßigen Wegen zur Schule oder zur Arbeit acht gibt, so wird man zügig immer wieder allerlei Details und sich ständig verändernde Gegebenheiten bemerken. Auf eine ähnliche Weise zeigt der bekannte vorsokratische Philosoph Heraklit diesen Wandel mit seinem berühmten panta-rhei-Gedanken [1]:

Πάντα χωρεῖ καὶ οὐδὲν μένει

Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.

Diese Feststellung des ewigen Werdens sollte für uns nicht verwunderlich sein, denn schließlich vergehen und entstehen bei dir und mir alltäglich tausende Körper-Zellen, die mit diesem Verhalten keinem anderen Prinzip folgen als dem Wandel. In einer anderen Formulierung heißt Heraklits Sentenz auch: Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Auf die gleiche Weise kann man auch nicht zweimal denselben Tag erleben.

Wir bemerken die vielen Veränderungen in unserem Alltag zwar nicht auf einer Tagesskala aber zum Beispiel doch sehr deutlich in Bezug auf Jahreszeiten, durch welche die gesamte Natur (uns eingeschlossen) auffällig verwandelt wird. Es gibt also immer Fremdes und Neuartiges zu entdecken, wenn wir uns von dem Gedanken kappen, dass die Welt so wie wir sie auf kleinen Skalen erleben beständig und unwandelbar ist. Wir sollten uns für alle kommenden Punkte diese Betrachtung im Hinterkopf behalten.

Der beste Lehrer ist die Erfahrung

Die größte Weisheit kann man sich weder formal aneignen noch regelgemäß erlernen, man kann sie nur erfahren. Dieses Thema, nämlich dass alle Lehren und Lehrer irgendwann ihre Grenzen erreichen, weil besonders die wohl wichtigsten Aspekte des Lebens die Eigenschaft zu besitzen scheinen, dass man diese nicht einfach durch Worte oder Zeichen an andere weitergeben kann, ist bereits seit ewigen Zeiten in den tiefsten Traditionen und Kulturen der Menschheit ein wichtiger Bestandteil bei der Suche nach Weisheit und Glück gewesen.

Unsere kommerzielle Kultur schlägt die entgegengesetzte Richtung ein, indem sie Weisheit und Glück wie eine quantifizierbare Währung begreift und damit verlangt die Welt mit ihren vielen Geheimnisse einzufangen d.h. zu kontrollieren – an erster Stelle mit Ideen, Theorien, Sprache, Formeln, Gedanken und Systemen.

Uralte Stammesrituale geben das genaue Gegenteil ganz exakt wieder, indem sie verdeutlichen wie ein Ritus nicht (nur) durch Worte, sondern maßgeblich durch Erfahrung, also durch Gefühl und nicht-intellektuelles Wissen eine unbegreifliche Weisheit vermitteln kann. Demgegenüber gilt dies in der neuzeitlichen verkopften Gesellschaft als primitiv und überaus schwachsinnig. Mit dieser groben Einstellung gehen wir folglich an einer enorm tiefen Quelle der Einsicht mit eisiger Kälte vorüber – das ist ein furchtbarer Fehler.

In seinem Klassiker der Weltliteratur mit dem Titel Siddhartha [2], geht Hermann Hesse auf dieses Anliegen ein, indem er einen Fluss als den erhabensten und brillantesten Lehrer der Weisheit abbildet. Dessen großer Einfluss auf den Protagonisten, der in seinem bisherigen Leben nur förmlicher Lehre entgegenstrebte – doch dabei stets enttäuscht wurde – zeigt sich sonnenklar. Die Worte des im Werk vorkommenden Fährmanns deuten dies an:

Das Zuhören hat mich der Fluss gelehrt, von ihm wirst auch du es lernen. Er weiß alles, der Fluss, alles kannst du von ihm lernen.

Auf fünf Wegen zur Achtsamkeit

Mir geht es nun darum dir zu zeigen wie man im täglichen unauffälligen Leben einer anderen Quelle von Weisheit begegnen kann, die wir nur mangelhaft durch Sprache erklären können. Insofern ist mein Versuch nun einen Artikel darüber zu schreiben irgendwie lächerlich, weil ich den Kern der Sache immer verfehlen werde.

Meine Annäherung der Beschreibung ist offensichtlich keine Anleitung, keine Garantie und keinerlei Versprechung. Es handelt sich von meiner Seite nur um eine schlichte Einladung sich zu vertiefen, die kleinen Dinge zu achten und stets aufmerksam zu beobachten.

Am Ende zählt nur das Erfahren, nicht das Denken.
Alles nimmt seinen Lauf, egal wie wir das mit unseren Begriffen interpretieren wollen.

1. Pflanzen aufziehen

Eine Topfpflanze, ein kleiner Garten, ein bisschen Kresse in der Küche – sie zeigen dir den Weg zur Ruhe.

Der ehrbare japanische Mikrobiologe, Bauer und Ramon-Magsaysay-Preisträger Masanobu Fukuoka inspirierte mich sofort durch sein Buch Der Große Weg hat kein Tor zu diesem ersten Aspekt. Er selbst hat den Großteil seines Lebens in der Natur verbracht, hat Pflanzen wachsen und sterben sehen und kam schnell zu der Erkenntnis, dass die Natur keine menschlichen Eingriffe bedarf.

Die Natur sorgt für sich selbst, sie lebt in Harmonie – wächst und vergeht ohne Klagen und Leid – das ist der ewige Kreislauf.

Was wir aus seiner mit Erfolg praktizierten Lebenshaltung [5] entnehmen können ist zunächst die Tatsache, dass wir uns selbst nicht ohne schwerwiegende Konsequenzen von diesem Kreislauf trennen dürfen. Der Mensch ist selbstverständlich ein Teil der Natur, doch haben wir in unser Denken die Überzeugung fest eingraviert, dass wir ständig einschreiten und alles kontrollieren müssen. Mit dieser krankhaften Vorstellung verursachen wir in den meisten Fällen lediglich Schaden.

Die Natur zeigt uns die Magie der Welt - Eine wachsende Pflanze ist schlicht unbegreiflich

Die Natur zeigt uns die Magie der Welt – Eine wachsende Pflanze ist schlicht unbegreiflich

Übertragen wir das auf unser Leben, so stellen wir unverzüglich fest, dass wir uns vielerlei Dinge eigenhändig unnötig kompliziert sowie mühselig gestalten.

Dies geschieht allein deshalb, weil wir uns selbst von der uns innewohnenden harmonischen Natürlichkeit entfernt haben und dadurch häufig Dinge begehren, die wir nicht brauchen, Schaden verursachen, den wir vermeiden können und Probleme erschaffen, die es letztendlich nicht wert sind derart viel Mühe zu kosten.

Beobachte die Pflanzen, erkenne ihre Ruhe, ihre Gelassenheit, ihre Balance und Harmonie. Es gilt nicht immer zu handeln, denn oft ist das Handeln nichts als Überfluss und komplexe Einbildung – Ich sage: Folge stattdessen dem Weg der Natur.

2. Mit Haustieren leben

Tiere, ebenso wie Pflanzen, geben uns einen tieferen Einblick in eine stärkere Verbundenheit zur Natur, d.h. in eine spielerische Unkompliziertheit des Daseins. Ein Tier lebt ein sehr einfaches Leben, jedoch darf Einfachheit nicht mit einer vollständigen Befreiung von Schmerz und Leid verwechselt werden.

Ich beziehe mich vielmehr auf eine innige Unkompliziertheit: ein Tier frisst, schläft, spielt, leidet, freut sich, stirbt. In diesem unmittelbaren Leben ist kein Platz für nachtragendes Drama, für Widerreden und Probleme.

Wie oft kommt es vor, dass wir uns stressen und höllische Sorgen um die Gegebenheiten unseres Lebens machen? Jedes menschliche Leben ist von oben bis unten erfüllt von selbsterschaffenen Problemen, von Zukunftsvisionen und bitteren Anhängseln aus vergangenen Zeiten, die uns allesamt das eigentliche gegenwärtige Leben rauben.

Du musst dich ganz auf jeden Tag konzentrieren und dich ihm weihen, als ob ein Feuer in deinem Haar tobt.
– Taisen Deshimaru

Nicht umsonst erinnert man in der christlichen Tradition ständig an jene berühmten Worte, die wir bereits so oft gehört haben: Unser tägliches Brot gib uns heute [3]. Nicht morgen, nicht für die nächsten zwei Wochen, sondern nur heute. Ein Tier tut genau das; es frisst heute und das war’s.

Wir Menschen sorgen uns nicht nur um unsere Nahrung von morgen, wir sorgen uns sogar schon zwanzig Jahre im Voraus um unseren Besitz, unsere Arbeit, unsere Gesundheit und so weiter, obwohl wir uns nicht einmal sicher sein können, ob wir den nächsten Tag überhaupt erleben werden.

Unmittelbar in der Wirklichkeit leben - Tiere lehren uns die einfachen Dinge des Lebens

Unmittelbar in der Wirklichkeit leben – Tiere lehren uns die einfachen Dinge des Lebens

Wir alle verfehlen so gut wie immer die Gegenwart, bloß weil wir uns über die rein erfundenen Sorgen einer nicht existierenden Zukunft Gedanken machen. Ein Tier lebt einfach und sorgenfrei – Ich sage: Beobachte die Tiere und vergesse nicht das Einfache.

Der Religionsphilosoph und Zen-Meister Alan Watts benutzte das Verhalten der Katze stets als ein Paradebeispiel für ein einfaches aber glückliches Leben. Damit einhergehend dient sein Vergleich als Metapher für die Zen-Praxis.

Eine Katze sitzt solange, bis sie damit fertig ist.
Dann steht sie auf, streckt sich und geht fort.

3. Spazierengehen – Innerlichkeit an der frischen Luft

Durch das Gehen an der frischen Luft werden wir sogleich in die Lage versetzt von unseren Sorgen, Ankern und dem verspannten Denken im Allgemeinen wegzukommen. Albert Einstein, Friedrich Nietzsche, Steve Jobs – ja hunderttausend andere Philosophen, Wissenschaftler und Literaten nutzten dies als Quelle ihrer Inspiration und außerdem als einen soliden Rückzugsort.

Eine einheitliche Bewegung und ruhige Atmung, das ist die wohl schlichteste und vielleicht auch beste Sorte aller meditativen Erfahrung. Es hat irgendwie mit dem Rhythmus zu tun, mit der regelmäßigen Schritt- und Atemfolge – vielleicht ist es Magie.

Ein Wald und Frischluft sind die besten Quellen der Inspiration

Ein Wald und Frischluft sind die besten Quellen der Inspiration – Jeder Schriftsteller hat hieraus geschöpft

Der Biologe Clemens G. Arvay spricht in seinem gelungenen Buch Der Biophilia-Effekt – Heilung aus dem Wald von den positiven Effekten der unmittelbaren Naturerfahrung. Ein darin vorkommendes Unterkapitel trägt den Titel Naturmeditation – Konzentration und Aufmerksamkeit und bietet eine wunderbar aufschlussreiche Einsicht für die Wirkung der Naturbegegnung.

Was wir in den Augenblicken an der frischen Luft für uns gewinnen können ist teils unermesslich, solange wir uns mit einem besinnten und achtsamen Bewusstsein in diese Erfahrung vertiefen. Ich empfehle ausnahmslos jedem – besonders im Angesicht von Stress und Hektik im Alltag – sich mindestens eine halbe Stunde pro Tag hierfür zu reservieren. Wenn man das Spazieren dann schließlich zu einer festen Gewohnheit gemacht hat, wird man möglicherweise die Frucht dieser Erfahrung ernten können.

4. Meditation und Stille spüren

Das neuzeitliche Leben kennt keine Ruhe. Ein Tag ohne jede Ablenkung, ohne produktives Handeln und hektischer Aktivität ist für den zivilisierten Menschen eine Folter – er kann nicht stillsitzen. Diese sprichwörtliche Krankheit des Geistes ist die direkte Konsequenz von geistiger Hyperaktivität, auch Geschnatter im Kopf genannt, oder gar geistiger Durchfall, so wie ich es gerne nenne.

Die Ruhelosigkeit des Menschen entsteht hauptsächlich durch den ständigen Einfluss von Reizen: Handy, Fernseher, Radio, Spiele, Musik, Computer und Sonstiges führen zur quälender Abhängigkeit.

Wir beginnen uns gleich unwohl zu fühlen, wenn wir nicht in Kontakt mit diesen Reizen stehen, sodass reine Lautlosigkeit oder ein leerer Raum für uns unerträglich erscheinen. Wir verbannen uns hiermit aus einer der wichtigsten Dimensionen der Weisheit, nämlich der Stille: der unmittelbaren Erfahrung der Wirklichkeit.

Stille und Meditation führen uns zum wahren Selbst

Stille und Meditation führen uns zum wahren Selbst – Wer kann in dieser hektischen Gesellschaft noch 5 Minuten stillsitzen?

Aus gutem Grund haben die östlichen Traditionen die Meditation seit Jahrtausenden zum zentralen Bestandteil ihrer Praktiken gemacht, und auch die christlichen Mönche leben durch ihre Zurückgezogenheit und durch das Gebet in Mediation, die sie Gott, dem Göttlichen, der unverfälschten Wirklichkeit näherbringt.

Es ist schwer zu bewerkstelligen einfach einmal ruhig zu sein, da wir ja so an das Gegenteil gewöhnt sind, aber das sollte uns nicht davon abhalten die Stille wertzuschätzen [4]. Was du in der Erfahrung von Stille finden kannst, liegt allein in deinen Händen.

Der belgische Ordensgeistliche und Seelsorger Phil Bosmans formulierte es auf folgende Weise: Wenn du mal fünf Minuten Zeit hast, weißt du, was du dann machen musst: Mal nachdenken! Mal für Ruhe sorgen um dich herum. Radio und Recorder abstellen, Fernseher ausmachen, Zeitung weglegen.

Ruhe schaffen, still werden, das Innen mit Schweigen füllen, den Puls des eigenen Herzens fühlen.

5. Lesen und Notizbuch führen

Mit sich selbst in einen Dialog treten heißt Reflexion zu betreiben. Ich habe mit mir und anderen Menschen die Erfahrung gemacht, dass die Formulierung von zum Beispiel Ängsten, Ideen, Wünschen usw. auf dem Papier eine völlig andere Herausforderung darstellt, als nur der bloße Gedanke an die Dinge, die uns dauernd beschäftigen.

Oftmals werden als so unerträglich schwer eingestufte Situationen einzig dadurch entschärft, gerade weil man diese mithilfe einer anderen fremden Perspektive beschreibt (nämlich als ausformuliertes Wort auf dem Papier). Auf diese Weise sind wir gezwungen unsere massige Flutwelle von Gedanken zu ordnen und können deshalb den lediglich störenden Mist aussortieren, um dann frisch über Situationen nachzudenken.

Lesen ist Medizin für die Seele

Lesen ist beste Medizin für die Seele – Wir dürfen uns jedoch nicht nur auf starre Zeichen und Symbole beschränken

Oftmals kann man in der Entwicklung dieses Prozesses einige verborgene Gefühle entlarven, die sich aus den neu durchdachten Formulierungen heraus offenbaren. Ähnlich wie bei der Meditation geht es primär um die Erfahrung der eigenen Innerlichkeit. Ich spreche übrigens lediglich von Notizbuch und nicht von Tagebuch, weil man die eben geschilderte alltägliche Methode anwenden kann wie man will.

Weiterhin liegt der römische Schriftsteller und Philosoph Marcus Tullius Cicero absolut richtig, indem er den oft zitierten Spruch ausgerufen haben soll: Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.

Wie sein zeitlicher Nachfolger Seneca als Anhänger der Stoa im Werk Von der Kürze des Lebens erläutert, kann man mit allen Weisen früherer Zeiten umgehen, indem man sich mit ihren aufrechten Lehren und tugendhaften Leben beschäftigt, und auf diese Weise Unsterblichkeit erlangt, da die Weisheit nie vergeht.

Es geht letztlich beim Lesen wie auch beim Schreiben nur darum mit sich selbst zu sprechen, also einen Weg zu sich selbst zu finden, sich damit verstehen zu lernen und anschließend über das nachzudenken, was einem im Leben nun wirklich und vollen Herzens beschäftigt.


Quellen und Verweise

[1] Diels, Hermann: Simplicius, In Aristotelis physicorum libros quattuor posteriores commentaria. Berlin: Reimer, 1895 (Nachdruck: de Gruyter 1954), (Commentaria in Aristotelem Graeca 10), S. 1313 | Literatur (LAT / AG)

[2] Hesse, Hermann: Siddhartha. Eine indische Dichtung. Berlin: Suhrkamp, 2016, S.86 | Literatur (DEU)

[3] Vateruser: Unser tägliches Brot gib uns heute: Vers 6 | Literatur (DEU)

[4] Artikel: Alan Watts: Weisheit des ungesicherten Lebens | Blog (DEU)

[5] Artikel: Masanobu Fukuoka: Die Beziehung des Menschen zur Natur | Blog (DEU)