Narabo - Was jeder 18-Jährige im Kopf haben sollte - Abitur - Schule - Studium - Sinn - Zukunft

In jungen Jahren stellt sich die Frage nach der eigenen Zukunft.

Zukunft ist jedoch ein sehr vages Wort. Jeder Mensch trifft für sich persönliche Entscheidungen und geht einen individuellen Lebensweg. Besonders für einen 18-Jährigen sind die Möglichkeiten des Wo, Was, Warum und Wie schier unbegrenzt – was soll man mit seinem Leben anfangen? Egal, was man nun tut, es gibt eine fundamentale Basis der Ideen, die alle 18-Jährigen im Kopf haben sollten.

INHALT ÜBERBLICK
  1. Deine Zeit ist begrenzt!
  2. Es gibt nur Konventionen
  3. Nichts tut man umsonst
  4. Es ist nie falsch zu träumen
  5. Mache viel mehr Fehler
  6. Glück ist alles andere als Glanz
  7. Frage dich, was wirklich zählt
  8. Kenne dein Warum
  1. Was muss jeder 18-Jährige über das Verhältnis zur Zeit wissen?
  2. Wie sollte man besonders in jungen Jahren die sozialen Strukturen des Lebens behandeln?
  3. Warum ist es so wichtig immer zu träumen?
  4. Welchen Sinn kann man dem Leben abgewinnen?
  5. Was sagt Eric Thomas zu dem Warum des Lebens?

Deine Zeit ist begrenzt!

Beginnen wir gleich mit einem der wichtigsten Punkte. Wir hören es ja wirklich nicht gerne, doch die Begrenztheit unseres Lebens bleibt eine Tatsache, der wir uns alle irgendwann stellen müssen – je früher, desto besser. Leider hat es in den Augen vieler Menschen den Anschein, als würde es nicht viel Sinn machen sich in einem solchen Alter mit der eigenen Sterblichkeit zu konfrontieren, doch gegen diese naive Haltung wehre ich mich stark.

Genaueres zu den Gründen habe ich bereits in anderen Artikeln über die Zeit und den Wunsch nach Sicherheit im Leben erwähnt, weshalb ich an dieser Stelle meine Begründung auch sehr kompakt halten werde, dafür aber eine andere Perspektive deutlicher betone.

Es ist hochgradig wichtig, sich bewusst zu werden, dass man nicht unendlich viel Zeit hat, weil man viel zu häufig in eine verschwenderische Haltung verfällt. Wie viel Lebenszeit raubt uns die Faulheit? Wie viele Tage fliegen einfach so an uns vorbei, weil wir ständig mit dem Kopf nur nicht bei der Sache sind, und viel lieber irgendwo im Nirgendwo herumgeistern?

Wir gehen viel zu leichtfertig mit unserer Lebenszeit um, weil wir die Kosten und Konsequenzen gar nicht direkt im Augenblick ertragen müssen. Geld als ein Gegenbeispiel, geben wir sehr viel bewusster aus als unsere Zeit, weil wir sofort eine Veränderung auf dem Konto wahrnehmen. Es muss uns mit der Zeit ebenso gehen!

Das wirklich Schlimme mit der Zeit ist, dass wir den Preis unserer Leichtsinnigkeit unausweichlich damit bezahlen müssen, dass wir rückblickend bereuen werden, unser Leben mit sinnlosen Nebensachen verschwendet zu haben.

Deshalb ist es für den Alltags des Lebens von enormer Bedeutung, seine Zeit gewissenhaft und bewusst einzusetzen, denn sie wird früher oder später wie alles andere auch aufgebraucht sein. Wer mit seiner Zeit umzugehen weiß, der hat den halben Weg zum Erfolg und Glück bereits hinter sich.

Eine kurze Einführung zur Achtsamkeit findest du hier in meiner Leseprobe zur Selbsttransformation.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. [2]
– Seneca

Es gibt nur Konventionen

Sobald ein Mensch in diese Welt gesetzt wird, ist es mehr als nur typisch ihn gleich mit zahllosen Geboten und Regeln einzuspinnen. Wir kennen das am besten beim Thema der Bildung und Schule. Unser Schulsystem hat natürlich viele Fehler, die zum Beispiel Sir Ken Robinson und Friedrich Nietzsche sehr treffend auf den Punkt bringen, doch eine Sache sticht in jeder Bildungskritik immer direkt hervor:

Unsere Gesellschaft, die Schulen und Autoritäten behandeln den jungen Menschen so, als würde ihm etwas fehlen. Er müsse seine Ganzheitlichkeit erst verdienen, also sich beweisen und nach den Regeln und Abläufen der sozialen Rahmenbedingungen ausrichten. Immer wird ihm gesagt, dass er sich einfach anpassen soll.

Steve Jobs erwähnte hierzu in seinem Interview (1994) mit der Santa Clara Valley Historical Association: Wenn wir aufwachsen wird uns gesagt, die Welt ist so wie sie ist und wir sollten nicht versuchen zu sehr gegen die Grenzen zu stoßen, aber das Leben ist viel umfassender, sobald man einen simplen Fakt entdeckt …

… alles um uns herum, das wir Leben nennen, wurde von Menschen geschaffen, die nicht schlauer waren als man selbst – man kann es ändern, man kann es beeinflussen, man kann seine eigenen Dinge erschaffen [1].

Nichts tut man umsonst

Der dritte Aspekt betrifft mehr oder weniger die Arbeitsmoral und den Fleiß. Die meisten Menschen scheuen die Arbeit, weil sie anstrengend ist. Die meisten Menschen wollen auch keinen Sport machen, weil es anstrengend ist. Außerdem wollen die meisten Menschen kein eigenes Unternehmen gründen, weil es anstrengend ist. Ich denke, du hast mich verstanden.

Der Durchschnittsmensch versucht sich durch das Leben zu mogeln, indem er immer die einfachsten Optionen wählt, also immer das, was am wenigsten Arbeit, Anstrengung und Fleiß erfordert. Diese Einstellung basiert auf einer sehr kleingeistigen und verwahrlosten Lebensphilosophie.

Hermann Hesse hat demgegenüber eine größere Perspektive im Leben in Bezug auf die Macht der Bücher wie folgt ausgedrückt: … eine Ahnung zu bekommen von der Weite und Fülle des von Menschen Gedachten und Erstrebten, und zur Gesamtheit selbst, zum Leben und Herzschlag der Menschheit, in ein belebendes, mitschwingendes Verhältnis zu kommen. Dies ist schließlich der Sinn allen Lebens, soweit es nicht bloß der nackten Notdurft dient. [3]

Wir müssen uns natürlich fragen, was das Leben eigentlich für uns bereithält, wozu wir leben und was wir für die Welt beitragen wollen – diesen Aspekt behandeln wir zum Schluss. Man kann sich jedoch auch anders fragen: Ist das Dahinvegetieren, das monotone Erfüllen von einfachen Aufgaben und die stupide Lebenserhaltung wirklich alles, wofür ich hier auf diesem Planeten bin?

Wenn wir realisieren welches Potenzial eigentlich ins uns lebt und was wir alles damit für uns und die Menschheit erschaffen könnten, dann wird Fleiß zu einer Tugend, der wir mit offenen Armen zulaufen und Anstrengung eines der wunderbarsten Geschenke.

Wir leben nicht, um uns feige vor der Arbeit zu drücken, sondern allein dafür, das wahre menschliche Potenzial in uns hervorzubringen.

Es ist nie falsch zu träumen

Das Träumen und das Visualisieren einer Zukunft, die für alle besser sein kann, macht das Leben würzig. Wo wären wir heute, wenn es nicht die großen Träumer gegeben hätte? Martin Luther King, Mahatma Gandhi, Thomas Edison, Nelson Mandela und tausend weitere Vordenker, Reformer, Erfinder, Aktivisten …

Jeder von uns hat einen Traum, da bin ich hundertprozentig sicher. Traurig ist nur, dass die große Mehrheit der Menschen zwar Träume hegen, diese aber entweder aufgeben oder niemals etwas dafür tun, diese zu erfüllen. Niemals ist es falsch zu träumen, das stimmt! Damit ist jedoch nur der erste Schritt getan.

Wir dürfen unsere Träume nicht einfach wegwerfen nur weil sie unmöglich erscheinen oder von anderen nicht akzeptiert werden. Sie aber einfach nur für den Rest unseres Lebens im Hinterkopf zu haben, macht auch keinen Sinn. Träume, träume unbedingt jeden Tag, aber mach‘ auch etwas dafür! Ob deine Träume in Erfüllung gehen, ist weniger wichtig als die Tatsache, dass du für die Erfüllung handelst!

Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist doch nur derjenige, der nie geträumt hat.
– Marie Eber-Eschenbach

Mache viel mehr Fehler

Dieser Aspekt geht mit den beiden vorherigen Punkten Hand in Hand. Er ist nur deshalb ganz besonders schwer zu akzeptieren, weil wir in unserer Gesellschaft durch die mangelhafte Bildung darauf getrimmt wurden, jeden Fehler als das furchtbar Schlimme schlechthin zu sehen. Dass Fehler jedoch die allerbesten Lehrer sind und außerdem den menschlichen Charakter wirklich stärken, wird allzu häufig übersehen.

Wenn wir uns nicht mehr vor Fleiß und Anstrengung fürchten und endlich damit beginnen, unsere Träume effektiv zu verwirklichen, werden Fehler zu einer alltäglichen Konstante. Das ist auch gut so. Wenn es nun eine Lehre gibt, die ich aus ein paar tausend Stunden Schreibarbeit, Gewichtheben und Bücherwälzen ziehen kann, dann die, dass jeder Fehler ein Beitrag zum großen Erfolg ist.

Fehler lassen uns über uns selbst hinauswachsen, sofern wir uns ihnen voller Mut und Entschlossenheit stellen. Zentral ist hierbei, dass wir endlich mit dem Märchen brechen, Fehler als schlecht zu bewerten. Natürlich gibt es Fälle, wo Dinge hin und wieder schiefgehen, aber das passiert im Vergleich dazu, was wir alles als Fehler betiteln, unglaublich selten!

Der größte Fehler im Leben ist, dass man ständig fürchtet, Fehler zu machen.
– Elbert G. Hubbard

Glück ist alles andere als Glanz

Auch hier treffen wir wieder auf einen harten Brocken. Viele junge Menschen lassen sich von dem glitzernden Schein des Luxus verzaubern und halten viel Geld für den einen Schlüssel zum Glück. Diese Falle ist besonders schwerwiegend, weil diese Menschen in einen Strudel geraten, der daraus besteht, das ganze Leben auf etwas auszurichten, um zuletzt feststellen zu müssen, dass man die ganze Zeit über nur in die Leere gelaufen ist.

Geld führt zu nichts. Besitz führt zu nichts. Das alles hat mit Glück wenig zu tun. Es kann uns zwar Komfort geben, vielleicht ein gewisses Maß an Zufriedenheit, aber niemals erfüllendes Glück. Was uns im Gegensatz dazu wirklich glücklich machen kann, ist die Erschließung unseres Inneren.

Einen schönen Einblick liefert Deepak Chopra mit seinen Sieben Gesetzen des spirituellen Erfolgs.

Selbstverständlich kann ich diesen Prozess hier nicht darstellen. Ich möchte in diesem Artikel nur mit vollem Elan darauf hinweisen, dass jeder Mensch so früh wie möglich damit beginnen sollte, sich mit seiner inneren Dimension zu konfrontieren. Auf diesem Weg finden wir nämlich einen seligen Frieden, erschaffen eine Harmonie, die uns mit dem Ganzen der Welt vereint.

Verschiedene lesenswerte Quellen zu diesem Thema findest du wie immer weiter unten bei den Empfehlungen.

Im Labyrinth der eigenen Brust ist alles eingeschlossen, was das Leben beglückt oder betrübt; das Glück wächst wie jede andere Blume von innen heraus, sich vom Keim zur Pflanze, von der Knospe zur Blüte entfaltend.
– Julie Burow

Frage dich, was wirklich zählt

Ganz besonders in jungen Jahren kommt man sehr schnell an einen Punkt, an dem man sich selbst fragen muss: Was ist eigentlich der Sinn des Lebens? Hierauf eine Antwort zu finden, ist nicht leicht. Diese Frage ist gerade deshalb so trickreich, weil sie – wie ich finde – mal wieder viel zu sehr um das ICH kreist.

Man fragt sich welchen Sinn das eigene Leben hat, das eigene Dasein, die eigene Erfahrung vom Leben und vergisst einmal wieder, dass sich die Welt nicht für einen selbst dreht. So etwas wie einen Sinn des Lebens findet man darum gerade im Gegenteil am einfachsten. Man soll sich nicht fragen, was man selbst mit dem Leben anfangen kann, ganz besonders in Situationen, in denen es sehr düster und leidvoll ist.

Stattdessen wäre die Frage angemessener, was das Leben von MIR erwartet und nicht, was ich vom Leben erwarte, wie es der Holocaust-Überlebende Viktor Frankl ausgedrückt hat. In der Selbstaufgabe durch die Hingabe an einen Menschen oder an ein Werk – also der Selbsttranszendenz – findet uns der Sinn des Lebens.

Wir müssen lernen und die verzweifelnden Menschen lehren, daß es für uns eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben noch zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben von uns selbst erwartet!

Kenne dein Warum

Der letzte Aspekt betrifft deine innere Stütze. Es ist das, was dich jeden Morgen aus dem Bett springen lässt, dein Antrieb, deine Motivation, kurz: dein ewig brennendes Feuer! Dein Warum ist wesentlich konkreter als der große Lebenssinn, steht trotzdem klar mit dem vorherigen Aspekt in Verbindung. Die folgende Sentenz fasst es perfekt zusammen:

Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.
– Friedrich Nietzsche

Dein Warum rechtfertigt alle Anstrengungen, alle Bürden, die du auf dich lädst, weil es dir einen tiefen Sinn für dein alltägliches Handeln gibt. Der Motivationsredner Eric Thomas hat dies sehr treffend in einem seiner vielen Seminare wunderbar verdeutlicht.

Als er mit einigen ambitionierten Athleten über ihr Warum spricht, führt er das Beispiel des NBA-Spielers Kevin Durant an. Durant trägt immer die Nummer 35, die er vor jedem Spiel ritualisiert berührt.

Der Grund? Durants erster Trainer wurde mit 35 Jahren erschossen. Vor jedem einzelnen Spiel fordert Durant nun übermenschliche Leistung von sich selbst, alles zu Ehren seines ermordeten Trainers – dies ist sein Warum. Er spielt nicht für die Meisterschaft, sondern gibt 120% für sein Warum. Es gibt keinen größeren Antrieb, als ein mächtiges WARUM – wie lautet deines?

Dieser Beitrag zur Verbesserung des Selbstverständnisses kann dir bei der Suche helfen.


Quellen und Verweise

[1] Inc.com: Steve Jobs and His Remarkably Simple Secret of Life | Video (ENG)

[2] Artikel: Seneca – Über Zeit, Leben und Tod | Blog (DEU)

[3] Artikel: Die Kraft des Geistes und die Macht der Bücher | Blog (DEU)